Fotografie

Meine
Photography
Ich fotografiere Momente, die im öffentlichen Raum entstehen und meist genauso schnell wieder verschwinden. Begegnungen bleiben flüchtig. Das Bild hält davon einen Ausschnitt fest - nicht den ganzen Moment, sondern das, was für einen Augenblick sichtbar geworden ist.
Dabei interessiert mich nicht nur, was vor meiner Kamera passiert. Mich beschäftigt, was aus einer Situation wird, sobald sie zum Bild geworden ist. Was bleibt von einem Moment, wenn er nicht mehr stattfindet, sondern als Ereignis betrachtet wird? Was sehen wir? Was bleibt?
Im öffentlichen Raum entstehen ständig Situationen, die sich nicht ankündigen. Menschen, Bewegungen, Blicke und Abstände fügen sich für einen Augenblick zu einer Konstellation. Ungestellt. Beiläufig. Und oft schon wieder vorbei, bevor sie auffällt.
Besondere Augenblicke. Humorvolles. Skurriles.
Im Alltag passiert so vieles. Manchmal genügt
ein kurzer Moment, ein Blick, eine Bewegung,
eine unerwartete Konstellation. Erzählen ohne
gleich alles zu erzählen. Festhalten, was ist.
Fotografie zeigt nicht nur, was vor der Kamera passiert. Sie zeigt auch, was der Fotografierende sieht, wahrnimmt und wie er oder sie das Gesehene interpretiert. So wird jedes Bild zur Frage der Perspektive, wie auch zur Frage der Wahrnehmung.
Was sehen wir eigentlich, wenn wir etwas sehen?
Wer sieht hier
eigentlich wen an?
Der öffentliche Raum: die Begegnungszone, wo Menschen, Raum, Dinge und Zufall aufeinandertreffen. Ich suche nicht nach dem Besonderen. Ich entdecke die Facetten des Alltags und halte fest, was der Augenblick als Geschichte entstehen lässt.
Manchmal entstehen dabei
Bilder, die wie inszeniert wirken,
doch ungestellt passieren.
Zwischen Street Photography
und Urban Documentation.
Während Street Photography den flüchtigen Augenblick sucht, beobachtet Urban Documentation den Sozialraum und ihre Zusammenhänge. Der gemeinsame Nenner? Der öffentliche Raum. Dort als Bühne. Da als Kulisse.
Wer sieht hier
eigentlich wen an?
Ein Blick.
Ein Moment.
Und plötzlich wird aus
einer alltäglichen Szene
eine Geschichte.
Fotografie,
ist für mich weniger eine Frage des richtigen Moments als eine Frage des Sehens. Ich gehe los, schaue mich um und lasse mich auf das ein, was mir begegnet. Meistens habe ich einen Plan. Manchmal führt mich nur die Intuition und ich lasse mich vom öffentlichen leben einfach mitnehmen. Hier sind es Menschen. Da ist es das Licht, der Raum oder eine besondere Stimmung. Ich weiß es nicht. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich fotografiere.
Was verlangt die Szene?
Je kleiner die Brennweite, desto größer der Bildausschnitt. Kleine Brennweite: viel Umgebung. Hohe Brennweite: wenig Umgebung. Und damit Schluss mit Technikblabla. Die Frage bleibt einfach:
Was soll erzählt werden? Wie viel Umgebung verlangt die Erzählung? Worauf soll die Aufmerksamkeit gelenkt werden?
Nicht immer
muss alles
erklärt sein
Szenen, die
Geschichten andeuten,
ohne sie vollständig
zu erzählen.
Fotografie zeigt nicht nur, was vor der Kamera
passiert. Sie zeigt auch, wie wir darauf blicken.
Was nehmen wir wahr, wenn wir hinsehen?








Manche Fotos brüllen uns an
Ander sind leise. Beides hat seine Berechtigung. Dem einen gefällt's. Dem anderen nicht. Wahrnehmung ist unterschiedliche. Menschen sind verschieden. Was bleibt, ist die Unterschiedlich-keit. Wäre immer alles gleich, wie spannend wäre das wohl?

Meine Fotografien
bleiben, was sie sind.
Urbane Dokumentation. Zurückhaltend. Ruhig. Leise. Ich beobachte und nehme wahr. Ich inszeniere nicht. Ich bleibe und warte. Und manchmal gehe ich ohne Foto weiter. Im Alltag passiert so vieles. Manchmal vielleicht gleich um die Ecke.
Bevor ein Foto entsteht,
nehme ich den Raum wahr
Manchmal sehe ich das Pulsierende. Manchmal einfach nur Linien, Strukturen oder Geometrie. Plötzlich wird aus einem Gebäude eine Fläche, aus einem Fenster eine interessante Spiegelung, aus einer Straße ein Muster. Es ist der Raum, der mich inspiriert. Wohin er mich zieht, weiß ich nicht. Ich lasse mich treiben, tauche in die Szenen ein – und so entstehen meine Fotografien.
Bei Available Light ist der Lichtdimmungsregler des Scheinwerfers der eine oder andere Schritt zur Seite. Blitz oder Reflektor unterstützen. Im Studio hingegen scheint immer die Sonne. Licht oder Schatten sitzt dort, wo der Effekt sein soll. Wind, Wolken, Tageslicht oder eben auch plötzlich einsetzender Regen lassen andere Situationen entstehen. Beides hat Vorteile und Nachteile. Hier Kontrolle. Da Improvisation.









Geplant war ein Shooting.
Seit mehreren Jahren arbeiten Model Anna und ich gemeinsam. Anfangs hatten wir immer einen Plan. Heute wissen wir: unser bester Plan ist es nichts zu planen.


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Ich nehme mir Zeit
für den Moment
Für das, was zwischen Menschen und Raum passiert. Ich gebe nicht vor, was ein Bild sein soll. Und ich beschreibe auch kein Bild, das du ohnehin siehst. Bilder dürfen erzählen. Bilder dürfen anregen. Bilder dürfen Gedanken machen. Jeder darf darin sehen, was er sieht.
