Perception

Licht. Raum. Wahrnehmung.

Mit der camera obscura hat alles begonnen.
Eine dunkle Box. Eine kleine Öffnung. Licht fällt hinein. 
Auf der gegenüberliegenden Seite entsteht ein Bild der Außenwelt. Auf dem Kopf stehend, seitenverkehrt.

Die camera obscura von heute? Digitale Fotografie.
Fotografien wurden schon immer nachbearbeitet.
Zunächst analog in der Dunkelkammer. Heute am
Computer und zunehmend mehr mit KI.

Eine unspektakuläre Szene.
Eine unspektakuläre Szene.
Gleiches Bild. Andere Wirkung.
Gleiches Bild. Andere Wirkung.

Sehen. Swipen. Wischen.

Klicken. Liken. Weiter. Alles ganz normal in unserer Zeit. Bilder. Reels. Statements. Das Tempo hat sich verändert. Das eine geht. Das andere kommt. Was bleibt, ist die Schnelllebigkeit. Sehen. Swipen. Wischen. Hinsehen. Bleiben. Wahrnehmen.

Der eigene Blick

Was wird wohl der Mann mit dem erhobenen Zeigefinger gemeint haben? "Müssen wir nicht hier lang?" Oder: "Pass mal auf. So nicht!" Wir werden es nicht wissen. Ein Foto hält einen Moment fest, nicht ihre ganze Geschichte.

Sonntagmorgen, 06:30.

Der erste Blick? Der zweite Blick? Vielleicht verändert sich die Wahrnehmung, wenn man länger im Bild bleibt. Ein Moment, der nichts fordert. Er ist einfach da. 

Der Mann mit dem Hut 

Im Vorbeigehen fiel mir diese Lichttasche auf. Ich blieb stehen. Eigentlich eine schöne Szene für eine Silhouettenfotografie. Ich wartete. Es passierte nichts. Dann kam der Mann mit dem Hut.  Aber, was macht dieses Bild besonders? Ich finde, es sind die zwei Schatten am Boden. Manchmal passiert Street Photography.

Wenn die Sonne hochsteht 

Ein Spruch sagt: "Zwischen elf und drei hat der Fotograf frei." Steht die Sonne hoch, wird der Schatten klein. Silhouetten entstehen. Manchmal kann das erst der Anfang sein.